ACT.Global verfügt über neun Wirkstoffdossiers der Biozid-Verordnung EU 528/2012 („BPR“) zur Verwendung von in situ erzeugten freien Radikalen als Wirkstoffe in Bioziden. Wir bieten diesen Dossiers Letters of Access (LoA) auf Kostendeckungsbasis an, um unsere Kosten für die Erstellung, Verfolgung und Genehmigung von Dossiers zu tragen.

Diese Website bietet grundlegende Informationen zum Verlauf und Inhalt unserer Dossiers, was Sie beim Kauf eines LoA erwarten können und wie Sie einen Kauf tätigen können.

Biozidprodukte werden nach BPR in 22 Biozidprodukte eingeteilt. ACT.Global führt ein Wirkstoffdossier in den folgenden neun Produkttypen

PT 2Desinfektionsmittel und Algenbekämpfungsmittel, die nicht für eine direkte Anwendung bei Menschen und Tieren bestimmt sind
PT 3Hygiene im Veterinärbereich
PT 4Lebens- und Futtermittelbereich
PT 5Trinkwasser
PT 7Beschichtungsschutzmittel
PT 11Schutzmittel für Flüssigkeiten in Kühl- und Verfahrenssystemen
PT 12Schleimbekämpfungsmittel
PT 13Schutzmittel für Bearbeitungs- und Schneideflüssigkeiten
PT 21Antifouling-Produkte
Weitere Informationen zu diesen Produkttypen finden Sie auf der Website der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA).

Freie Radikale in Desinfektionsmitteln und Algiziden

Freie Radikale, die in situ erzeugt werden, sind sicher, umweltfreundlich und über lange Zeiträume wirksam gegen Mikroben. Sie sind ein aufregendes Entwicklungsgebiet für Hersteller von Desinfektions- und Reinigungsprodukten.

Zu den Bereichen, in denen freie Radikale gelten können, gehören:

Luftreinigungsproduktion
Photokatalytische
Beschichtungen
TiO₂-Pigmentversorgung
Chemische Biozidproduktion
Herstellung von UV- und Ozondesinfektionsgeräten

Im Abschnitt „Anwendungsfälle“ finden Sie branchenspezifische Beispiele für die Verwendung von in situ erzeugten freien Radikalen.

Dossiergeschichte

Biozide sind Substanzen, die Menschen, Tiere, Materialien oder Gegenstände durch die Wirkung der darin enthaltenen Wirkstoffe vor Schadorganismen wie Bakterien oder Viren schützen. Die Biozidproduktverordnung (EU) 528/2012 („BPR“) ist die maßgebliche Gesetzgebung, die die Verfügbarkeit und genehmigte Verwendung von Biozidprodukten in der gesamten Europäischen Union kontrolliert.

Das BPR trat am 1. September 2013 in Kraft. Ab diesem Datum ist für jedes Biozidprodukt, das auf den EU-Markt gebracht wird, ein von BPR genehmigtes Dossier erforderlich, das Testdaten, Risikobewertung und mindestens eine Produktinstanziierung enthält. Dossiergenehmigungen gelten nur für einen einzelnen Produkttyp („PT“), obwohl die zugrunde liegenden Daten möglicherweise für eine Reihe von PTs gelten. Eine zusätzliche Qualifikationsstufe trat am 1. September 2015 in Kraft, bei der Biozidprodukte nur zugelassen werden konnten, wenn der Wirkstoff oder das gesamte Produkt von einem zugelassenen Lieferanten stammte, wie in der Artikel 95-Liste der ECHA aufgeführt. Mit dieser Liste soll sichergestellt werden, dass alle Organisationen, die Wirkstoffe in Verkehr bringen, gleich behandelt werden.

Im Jahr 2013 startete ACT.Global seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Verwendung von in situ erzeugten freien Radikalen und arbeitete eng mit der ECHA zusammen, um zu bestimmen, wie das BPR auf seine Verwendung in bioziden Produkten angewendet werden soll. Im Laufe von sechs Jahren gab ACT.Global mehr als 6 Mio. EUR für Tests, Laborberichte, Produktentwicklung und Aktualisierungen von Agenturen aus, die alle zur Unterstützung seiner Dossieranwendung benötigt wurden.

Jede Organisation, die ein Biozidprodukt auf den EU-Markt bringen möchte, muss ihr Produkt über ein Registrierungsverfahren bei der ECHA mit einem bereits genehmigten BPR-Dossier verknüpfen. Andernfalls ist die Organisation potenziellen Strafen oder obligatorischen Produktrückrufen und der Haftung des Verbrauchers ausgesetzt.

Ab Dezember 2018 müssen sich antragstellende Organisationen auf ein bereits vorhandenes, genehmigtes Dossier beziehen, um ihre Einreichung im Rahmen des BPR zu unterstützen. Diese Genehmigung erfolgt in Form eines Zugangsschreibens („LoA“), in dem bestimmte Überweisungsrechte für ein genehmigtes Dossier vorgesehen sind.